In einer Holzbox können ziemlich viele verschiedene Sachen aufbewahrt werden. Manche Leute geben Dinge, die mit bestimmten Ereignissen verknüpft sind und eher einen emotionalen als einen materiellen Wert haben, hinein, um diese im späteren Leben von Zeit zu Zeit hervor zu holen und ein wenig in Erinnerungen zu schwelgen.
Genau hier setzt das Spiel „Vanitas“ (dt. Nichtigkeit, leerer Schein) an, das im Grunde gar kein Spiel ist, sondern die Simulation einer Holzschachtel, in der verschiedene Gegenstände liegen und betrachtet werden können. Jedes Mal wenn Sie die Box öffnen, befinden sich drei andere Objekte darin, die teilweise seltsam bedrückend wirken. Ein Marienkäfer, der neben dem Kopf eines toten Vogels liegt. Im Eck der Schachtel eine kleine, blinkende Leuchtiode, die in eine andere Ecke rollt, wenn Sie das Gerät neigen. Die ganze Szene wird zwischendurch von einem langgezogenen, tiefen Ton eines Chellos begleitet – das stimmt einen schnell nachdenklich. Haben Sie das Glück, dass drei idente Objekte in der Schachtel liegen, erhalten Sie auf dem Deckel der Box einen Stern, der Sie an Ihr Glück erinnern soll – Ich habe über hundert Versuche hinter mir, hatte aber noch nie das Glück.