Was kann mehr Spaß machen als im Wilden Westen als Ganove herum zu reiten? Dabei auch noch arme Siedler zu überfallen und damit auf den Spuren von Billy the Kid und Kumpanen zu wandeln.
„Guns'N'Glory“ bietet eine interessante Variante des Tower-Defense-Genres. Anstatt fixe Türme und Kanonen zu positionieren, heuern Sie hier Desperados, Indianerhäuptlinge und wilde Mexikaner an, sich um vorbeiziehende Siedler zu kümmern. Die Einheiten befinden sich bereits in der Spielwelt und müssen mit unterschiedlich hohen Geldbeträgen davon überzeugt werden, für Sie zu Arbeiten. Danach dürfen Sie die verruchten Männer frei bewegen und je nach Bedarf dorthin stellen, wo sie benötigt werden. Wie bereist erwähnt gibt es verschiedene Kämpfernaturen. Die Häuptlinge und Mexikaner eignen sich besonders gut um Planwagen und kleine Goldtransporte auszuschalten, wohingegen die Desperados auf Siedler und Reiter spezialisiert sind. Außerdem gibt es mobile Kanonen, die ordentlichen Wumms haben. Die Bewegung ihrer Truppen macht weiters Sinn, da auf der Karte Schatztruhen zu finden sind, die ihren Einheiten Boni wie schnelleres Nachladen oder mehr Feuerkraft verschaffen. Die große Gefahr ist der Sheriff. Schaffen es 50 Siedler an Ihnen vorbei kommt der Gesetzeshüter und vorbei ist der Spaß. Das Spiel wird zwischendurch immer wieder mit Kommentaren eines Ihrer Untergebenen aufgelockert und auch die Siedler melden sich zu Wort. Die Karten bieten nämlich meist mehrere Einstiegsmöglichkeiten und wenn es den Damen und Herren in einer Schlucht zu eng wird, kommen sie aus der anderen. Zum Glück geben sie das aber vorher bekannt, und Sie können sich darauf einstellen.
Tower-Defense endlich einmal anders. Der Wilde Westen ist in diesem Fall ein unverbrauchtes Genre und der Zugang über frei bewegliche Einheiten, von denen nicht unendlich viele gekauft werden können, macht das Spiel richtig fordernd.