22.02. – Ubuntu für unterwegs!
Der Hersteller, der derzeit am weitesten verbreiteten Linux-Distribution Ubuntu, Canonical präsentierte gestern seine Strategie, um Ubuntu auch auf mobilen Geräten zu verbreiten. Canonical setzt, laut den Kollegen von Android User gezielt auf eine Koexistenz mit Android: Ubuntu und Android sollen parallel auf leistungsfähigen Handys laufen.
Die Idee von Canonical ist jedoch nicht neu, denn ein zu Android parallel installiertes Linux-System, hat etwa Motorola mit dem Motorola Atrix schon seit längerer Zeit im Programm. Mit dem Atrix kann man nach dem Anschluss an Bildschirm oder TV fast so arbeiten, wie mit einem herkömmlichen Rechner. Auf dem Monitor sieht man kein aufgeblasenen Android-System, sondern einen Linux-Desktop mit Panel, Fenster und Allem, was man von einem Computer gewohnt ist. Allerdings liefert Motorola bislang nur ein sehr beschränkt nutzbares Linux-System aus.
Ubuntu für Android soll ähnlich funktionieren. Am bestehenden Android möchte Canoncial nichts ändern, das System sei für mobile Geräte optimal angepasst. Doch moderne Smartphones würden mittlerweile genügen Rechenpower mitbringen, um auch ein "richtiges" Computersystem betreiben zu können.
Als Anwender wird man sich nicht ohne weiteres Ubuntu neben seinem Android auf dem Handy installieren können. Canoncial spricht hier explizit die großen Handy-Hersteller an, die durch das Ubuntu einen Zusatznutzen anbieten könnten. So lassen sich zum Beispiel mehr Docks oder Webtops wie beim Atrix verkaufen, wenn ein Dock für den Anwender mehr ist, als ein besseres Ladegerät.